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Norwegische Waldkatze |
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Die Norwegische Waldkatze (Norsk Skogkatt) ist eine den Wildkatzen sehr nahe stehende Katzenrasse und wird daher den "natürlichen Rassen" zugerechnet. Sie wird manchmal auch kurz als Norweger bezeichnet. Die Norwegische Waldkatze ist groß, robust und hat halblanges Haar mit einem ausgeprägten buschigen Schwanz und einer deutlichen Halskrause.
Geschichte Verschiedene Abbildungen der "Norsk Skogkatt" findet man bereits auf alten Wikinger-Münzen: In der altnordischen Mythologie zogen zwei Waldkatzen nach dem Glauben der Wikinger den Himmelswagen der Sonnengöttin Freya, welche die Gattin des mächtigen Wodan (Odin) war. In norwegischen Märchen findet man oft den Hinweis auf koboldhaft wirkende Zauber- oder Trollkatzen (norw. Trolldom = Zauber) mit langen buschigen Schwänzen. Abgesehen von ihrem wirklich zauberhaften Wesen muss man annehmen, dass aus Mitteleuropa eingewanderte Kurzhaarkatzen sich im Laufe der Jahre dem rauen Klima Skandinaviens anpassten und dieser Evolutionsprozess durch die isolierte Lage der norwegischen Wald- und Fjordbauernhöfe noch gefördert wurde. Aufgrund des Klimas in Norwegen war diese Anpassung an schroffe Gebirge, tiefe Wälder, unzählige Fjorde und ein Land mit riesigen Eisfeldern nördlich des Polarkreises auch dringend erforderlich. Daher entwickelte diese Trollkatze eine dichte Unterwolle zum Schutz gegen eisige Kälte und ein glattes, leicht fettiges und dadurch Wasser abstoßendes Deckhaar, um Regen und Schnee abzuhalten. Relativ große Tatzen mit Haarbüscheln zwischen den Ballen ermöglichen dieser Katze das Laufen über Schneedecken. In Norwegen wurde die Norwegische Waldkatze 1930 als Rasse anerkannt und 1938 zum ersten Mal ausgestellt. Erst in den 1970er Jahren erfolgte die Zucht auch in anderen Ländern und 1977 dann die Anerkennung durch die FIFe.
Beschreibung
Die Norwegische Waldkatze zählt zu den Halblanghaarkatzen und ist neben der Maine-Coon- und der Ragdoll-Katze eine der größten Katzenrassen. Ihre Erscheinung verdankt sie dem extremen Klima in ihrer Heimat Skandinavien. Sie ist lang, sehr robust, kräftig und muskulös gebaut und besitzt ein doppel-lagiges Fell aus stark Wasser abweisendem Deckhaar und dichter Unterwolle sowie einen buschigen langen Schwanz. Da Norweger nicht künstlich gezüchtet sind, sondern sich natürlich entwickelten, haben sie keine bei anderen Rassen oftmals auftretenden Probleme, wie zum Beispiel Augenprobleme oder Atemstörungen durch einen Knick zwischen Nase und Stirn, wie man sie bei den Perserkatzen findet, oder Erkältungen aufgrund des weggezüchteten Fells, wie bei haarlosen Katzen, zum Beispiel den Sphynx. Zu den erstaunlichsten Eigenschaften dieser Katzenrasse gehört es, dass sie in einer Spirallinie mit dem Kopf voraus von Bäumen herunterklettern kann.
Verhalten Norwegische Waldkatzen sind im Allgemeinen sehr lebhaft, neugierig und wachsam. Sie benötigen einen großen Spielradius, was jedoch nicht bedeutet, dass sie unbedingt freien Auslauf haben müssen. Ihr Spiel ist oftmals sehr rasant - im Rabaukenalter sollte dies berücksichtigt werden. Ansonsten bewegen sie sich aber sehr elegant und werfen in der Regel nichts um. Norweger sind intelligent und gelehrig, aber auch sehr dickköpfig, wenn sie sich etwas vorgenommen haben. Es sind nicht unbedingt Schoßkatzen, sie suchen jedoch die Nähe zum Menschen. Waldkatzen sind oft etwas spröde und wollen zunächst gewonnen werden, bevor sie eine enge Bindung eingehen. Nach einiger Zeit setzen sie jedoch vollstes Vertrauen in ihre Menschen und beweisen eindrucksvoll ihre Zuneigung. Anderen Katzen gegenüber sind Norweger sehr aufgeschlossen. Sie akzeptieren problemlos andere Rassekatzen oder Hauskatzen. Eine Gemeinschaft mit einer anderen Katze beugt ihrer Langeweile vor.
Rassestandard Zum Rassestandard gehören u.a. die folgenden Merkmale: · Kopf: dreieckige Form, alle Seiten gleich lang, hohes Profil, Stirn leicht gerundet, langes gerades Profil ohne Unterbrechung (Stop) · Kinn: kräftig · Ohren: Form groß, an der Basis breit, spitz zulaufend, luchsartige Haarpinsel (Haarspitzen an den Ohrenenden) und lange Haarbüschel in den Ohren · Augen: groß und oval, gut geöffnet, leicht schräg gestellt, alle Farben erlaubt unabhängig von der Fellfarbe · Ausdruck: wachsam · Körper: lange Struktur, kräftiger Knochenbau · Beine: kräftig, hochbeinig, Hinterbeine höher als Vorderbeine · Pfoten: groß, rund · Schwanz: lang und buschig, reicht mindestens bis zu den Schulterblättern, besser bis zum Nacken · Fell: halblange Struktur, wolliges Unterfell wird auf dem Rücken und an den Flanken von Wasser abstoßendem Deckhaar überdeckt, Deckhaar aus langen groben und (gelegentlich schwach bläulich) glänzenden Grannenhaaren · Farbe: Alle Farben sind zugelassen, inklusive aller Farben mit Weiß, mit Ausnahme von Pointed-Abzeichen, Chocolate und Lilac, Cinnamon und Fawn. Jede Menge an weiß ist erlaubt, zum Beispiel eine weiße Flamme, ein weißes Medaillon, Weiß an der Brust, Weiß an den Pfoten, etc. Eine voll im Fell stehende Katze besitzt eine Hemdbrust, eine volle Halskrause und Knickerbocker. Bei der FIFe und bei vielen freien Verbänden werden die Norweger seit dem 1. Januar 2005 auch in den neuen Farbbezeichnungen amber und amber-light anerkannt. Diese Farbbezeichnung gibt es bisher nur bei der Norwegischen Waldkatze
Wollen Sie ausstellen oder züchten?
Rassekatzen müssen, soll mit ihnen gezüchtet werden oder sollen sie erfolgreich an Ausstellungen teilnehmen, dem Zuchtstandard entsprechen. Solche sogenannten Zuchtkatzen sind teurer. Günstiger sind Katzen, die kleine Schönheitsfehler aufweisen und vom Züchter als sogenannte Liebhaberkatzen verkauft werden. Solche Katzen sind nicht weniger liebenswert oder gar zweite Wahl. Meist sind es nur geringe oder auch gar keine Farb- oder Zeichnungsfehler, die sie von der weiteren Zucht ausschließen.
Grundsätzliche Überlegungen
vor dem Kauf einer Katze fragen Sie sich, ob - kein Haushaltsmitglied eine Allergie gegen Katzenhaare hat; - Ihr Vermieter die Haltung gestattet; - Sie täglich die Zeit für Pflege und Spiel- und Streichelsunden haben - Sie das Geld für Zubehör, Futter und Tierarztbesuche aufbringen können und wollen.
Die Grundausstattung
Zur Grundausstattung für Ihre Katze gehören: - Ein Futter- und Wassernapf - wobei Katzen gern Nassfutter vom flachen Teller fressen. - eine Katzentoilette und Streu - ein Kratzbaum und evt. ein Körbchen - eine stabile Transportbox - Futter und Leckerbissen - sanfte Reinigungsmittel - Kamm und Bürste für die Fellpflege - katzensicheres Spielzeug
Katze oder Kater
Wenn Sie mit Ihrer Katze/Kater nicht züchten wollen, wenden Sie sie kastrieren lassen. Unterschiede im Verhalten sind kaum spürbar. Die Männchen sind meist etwas größer und massiger.
Wichtige Unterlagen
Sie erhalten vom Züchter, wenn Sie das Kätzchen bei ihm abholen oder es gebracht bekommen, den Impfausweis, in dem alle Impfungen und Termine eingetragen sind, den Abstammungsnachweis, in dem die Ahnen des Kätzchens eingetragen sind - dieser wird eventuell nachgereicht, da das Ausstellen manchmal etwas länger dauern kann. Eventuell je nach Züchter bekommen Sie ein kleines Starterpaket und Fotos von der ganzen Katzenfamilie!
Der Kitten-Check
Der Züchter kennt seine Katzen am besten und wird Sie sicher gut beraten. Achten Sie dennoch auch selbst auf das Äußere und das Verhalten der Kätzchen, um deren Fitness und Gesundheit beurteilen zu können. Dabei sollten Sie folgende Punkten eine besondere Bedeutung zumessen.
Augen: keine Tränen oder Ausfluss Nase: trocken, kühl kein Ausfluss Ohren: sauer, keine Rötung kein Belag, kein unangenehmer Geruch Fell: glänzend, sauer, keine kahlen Stellen, nicht verfiltzt, keine Kotreste am After Verhalten: aufgeweckt, neugierig, verspielt, interessiert, sozial eingebunden.
Eine Katze oder besser zwei?
Unsere modernen Rassekatzen sind keine Einzelgänger, sie lieben die Gesellschaft sowohl des Menschen als auch von Artgenossen. Wenn Sie Ihre Katze häufiger alleine lassen müssen, sollten Sie unbedingt eine zweite Katze zu sich ins Haus holen. Wenn die Katze kastriert sind, ist das Geschlecht gleichgültig, denn Kastraten verstehen sich in der Regel gut.
Futterumstellung
Es gibt sehr verschiedene Meinungen zum Thema Ernährung. Die einen sagen, man soll möglichst abwechslungsreich füttern, um eine Gewöhnung zu vermeiden. Andere sehen gerade in dem häufigen Wechsel ein Grund für Verdauungsprobleme. Um bei einem Wechsel den Übergang schonend zu gestalten, vermengen Sie das neue mit dem alten Futter so, dass Sie über eine Woche immer mehr vom neuen und immer weniger vom alten Futter nehmen. Meine Erfahrung ist jedoch, bleiben Sie beim Altbewährten!
Gesundheit
Wurmkuren Wenn Sie Ihr Kätzchen nach der 14 Woche beim Züchter abholen, hat Ihre Katze bereits die ersten Wurmkuren hinter sich und sollte weitestgehend wurmfrei sein. Von nun an entwurmen Sie Ihre Katze, soweit kein akuter Wurmbefall festgestellt wird, der natürlich sofort behandelt werden muss, im Rhythmus von drei Monaten.
Impfungen Gegen viele Infektionskrankheiten gibt es heut wirksame Impfstoffe. Damit der Impfschutz auch wirklich greift, müssen die meisten Impfungen jährlich aufgefrischt werden. Bei der Grundimmunisierung bedenken Sie, dass der vollständige Impfschutz erst nach etwa zwei Wochen erreicht ist. Erst dann hat der Körper genügend eigene Abwehrkräfte gebildet.
Impfchema 8.- bis 9. Woche 1. Katzenseuche / Katzenschnupfen 12. Woche 2. Katzenseuche / Katzenschnupfen / Tollwut 14. Woche 1. Leukose 18. Woche 2. Leukose
Auffrischungen jährlich Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose alle drei Jahre Tollwut Entwurmt werden die Kitten mit der 3., 5., 7., 10. und 13. Woche. Und dann bis zu einem Jahr alle drei Monate und dann zwei Mal pro Jahr.
Die Rolligkeit Katzen werden zwischen dem 5. und 9. Lebensmonat das erste Mal rollig. Zu dieser Zeit befinden sich befruchtungsfähige Eier im Eierstock der Katze. Die Rolligkeit dauert etwa eine Woche. Der Eisprung wird bei Katzen erst durch den Deckakt ausgelöst. Findet keine Paarung statt, bauen sich die befruchtungsfähigen Eier im Eierstock ab. Die Katze wird nach frühestens drei Wochen erneut rollig.
Trächtigkeit Die Trächtigkeit dauert bei Katzen etwa 65 Tage +/- 5 Tage. Die Kätzchen werden im Abstand von ca. einer Viertelstunde mit geschlossenen Augen geboren. Nach etwa zehn Tagen öffnen sich die Augen.
wird demnächst erweitert
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